Samstag, 15.03.2014

Philippinen – Die wahre Heimat Ronald Mc Donalds’

So, ein allerletzter Eintrag nun also.. die letzten 2 Wochen der 6 Monate ging es dann auf die Philippinen – Bali war geplant, da ist aber im Februar Regenzeit und so entschieden wir uns für die ja wettermäßig völlig ausgeglichenen und sicheren Philippinen ;)

Wenn man denkt, man hat alles in Asien gesehen und kennt sich langsam mit der Mentalität und den Kulturen aus – dann wird der „allwissende weltgewandte Reisende“ auf den Philippinen schnell wieder zurück auf den Boden der Tatsachen geholt.
Während in Vietnam, Kambodscha und selbst in Thailand es mit dem Englisch der Einheimischen eher holprig zuging, man selbst in den Hauptstädten kaum bekanntes und vor allem überwiegend gesundes Essen zu Gesicht bekam und die Charakter der meisten doch eher etwas schüchtern und zurückhaltend waren, herrscht diesbezüglich auf den Philippinen eine ganz andere Welt.
Als erstes einmal sind einfach jegliche Straßenschilder etc. nur auf Englisch geschrieben, unser Taxifahrer erzählte uns gleich seine halbe Lebensgeschichte und anstatt den typischen kleinen Streetfoodläden, die Suppe und Salate verkaufen, gibt es einfach nur Fastfood-Ketten in Manila – von Dunkin-Donuts über McDonalds bis TacoBell…einfach alles.

Öffentliche Busse in Manila...


Das hängt sicherlich auch damit zusammen, dass die Philippinen erst eine spanische Kolonie waren (die auch gleich mal die Bevölkerung „ein wenig“ christianisiert haben – 80% der Einwohner sind Katholiken, 10% Protestanten) und später dann im Jahre 1898 für 20 Millionen $ an die USA verkauft wurden - so fühlte man sich jedenfalls doch eher wie in einer lateinamerikanischen Großstadt...

Naja, jedenfalls versuchten wir dann an unserem 1. Abend in Manila doch irgendwo lokales Essen zu finden. Wir fanden dann auch einen kleinen Imbiss, wo wir die philippinische Spezialität „Adobo“ bestellten – Fleisch (v.a. Schwein oder Huhn) in einer Sauce aus Sojasauce, Essig und Knoblauch… und GANZ VIEL Fett mit GANZ WENIG Gemüse – so wie jegliches Essen auf den Philippinen, wie uns schien…

Philippinisches Frühstücksbuffett...

Wie auch immer, jedenfalls fuhren wir am nächsten Tag dann morgens mit dem Bus los Richtung Baler – ein kleiner Surfort nördlich von Manila gelegen. Eine (auf Grund meiner Fettverträglichkeit) ganz wunderbare Fahrt, die anstatt der geplanten 5 Stunden dann 8 Stunden dauerte – und außerdem wurde Finn auch noch von einem Burgerverkäufer beinahe beklaut wurde. Unser Glück setzte sich dann nach unserer Ankunft fort, da wir genau das Wochenende erwischt hatten, an dem ein Surfcup in Baler stattfand. Und nein, wir hatten natürlich nicht, wie schlaue Menschen es getan hätten, eine Unterkunft im Voraus gebucht.


So mussten wir dann 2 Tage in der „Aplage Lodge“ nächtigen, ein 5*-Luxus Traum – Nachts musste man sich entscheiden, ob man lieber das Licht anlässt, damit keine Ratten übers Bett laufen oder es ausmacht, damit keine Mücken reinkommen. Noch viel schöner als unser Zimmer war (vor allem mit meinen Bauchproblemen) das Frauenklo, von dessen Waschbecken man von einer benutzen Damenbinde angelächelt wurde.

Zu allem Überfluss hatten wir dann auch noch die ersten 2 Tage echt bescheidenes Wetter, sodass ich – zu Finns Leidwesen!!- in ein tiefes, nicht-aufhörendes Schlechte-Laune-Loch fiel. Am Sonntag liefen wir dann durch Baler, auf der Suche nach einer Unterkunft mit Küche, was anfangs auch eher schwierig war („ohja, wir haben eine Küche – hier, da müsst ihr nur ein bisschen Kohle in die Grube schmeißen, Feuer machen und einen Topf drüberhalten..“) Aber nach einiger Zeit fanden wir dann tatsächlich genau das, was wir gesucht hatten – ein kleines Häuschen, direkt am Strand und mit Küche – und das ganze auch noch für $11 p.P/Nacht.

Blick aus unserem Schlafzimmerfenster & Frühstück

Von da an ging es dann auch nur noch bergauf mit unserer Laune (noch weiter in die andere Richtung wäre auch kaum mehr möglich gewesen), v.a. als wir dann mittags auf den Markt gingen und es alle Seafood/Fischsachen die man sich nur vorstellen konnte für soooo wenig Geld gab (Thunfischsteaks 1,20€/Kilo, Calamaris, riesige Shrimps…..)


Und so verbrachten wir dann eigentlich den Hauptteil der 2 Wochen mit Kochen, Essen und natürlich Surfen.
Neben den kleinen 7-jährigen Filipino-Jungs kam man sich beim Surfen auch immer großartig vor, wie man da selbst sich über jede Miniwelle, die man „abgeritten“ ist freute und die kleinen Fatzken neben einem lockerleicht auf den riesigsten Wellen mit ihren kleinen Boards rumhüpften.


Einen Tag dachten wir uns dann mal, dass wir einen „sportfreien“ Tag machen und nicht surfen gehen, sondern uns Fahrräder mieteten um zu den „Motherfalls“ zu radeln – angeblich nur 9 km von Baler entfernt.
Tja, anstatt der angeblichen 18km hin und zurück waren es dann doch 30km und man musste nochmal 40min. bis zum Wasserfall laufen.


Sonst gibt es gar nicht soviel zu erzählen, da wir wie gesagt die meiste Zeit dann nur in Baler zum Surfen waren – nach 4 Wochen jeden Tag mind. 5 Stunden langem Busfahren hatten wir einfach keine Lust mehr ständig woanders hinzufahren.
Was aber auf jeden Fall noch gesagt werden muss ist, dass die Filipinos für uns die bisher freundlichsten Menschen auf all unseren Reisen waren – so kam es zB vor, dass man von einem alten zahnlosen Opi einfach ein paar Mangos geschenkt bekam.

Und jetzt darf hier im allerletzten Eintrag natürlich kein kitschiger Abschlusssatz fehlen – Vielen Dank für all die netten Kommentare immer, wir hatten insgesamt eine unglaubliche unvergessliche Zeit blablabla ;)

Klügstes Flughafen-Outfit - ein Pulli mit einem riesigen "Cocaine & Caviar"-Schriftzug - was für ein Held ;)


Trotzdem hat man sich nach 6 Monaten auch wieder auf zu Hause gefreut, dass wir nach fast verpasstem Flug ja auch letztendlich erreicht haben – auf Kassler, Mett, Mischwald und natürlich auch auf die buckelige Verwandtschaft, Kumpels und Kumpelinen ;)
Und ein Stück Vietnam haben wir jetzt auch in Form von Essstäbchen nun in unserer Besteckschublade… ;)
Tschüss, Bye, Palaam, លាសិន​ហើយ, Tam Biet!!

Donnerstag, 20.02.2014

Campuchia – Kingdom of Wonder and Ganzberg

Um noch ein bisschen den Vietnam-Bezug aufrechtzuerhalten, habe ich mal Kambodscha in vietnamesisch in die Überschrift gesetzt. Außerdem find ich, dass das Wort lustig klingt..Campuchia… Wie auch immer, jedenfalls haben wir 3 Wochen im Kingdom of Wonder verbracht.  Offiziell „Kingdom of Wonder“ aufgrund der vielen Tempelanlagen und dem längsten Strand der Welt… aber auch so findet man genug andere Dinge, die „verwunderlich“ sind in Kambodscha. Zum Beispiel ist es im Land zwar illegal Marijuana zu rauchen, allerdings darf man es zum Kochen benutzen – weswegen man in der Hauptstadt Phnom Penh an jeder Ecke „Happy Pizza“ kaufen kann – was einem sogar noch vom ‚Lonely Planet’ empfohlen wird, unbedingt auszuprobieren.


Als erster Unterschied zu Vietnam fiel uns auf, dass in Kambodscha die meisten Häuser aus Holz und auf Stelzen gebaut werden. Außerdem befindet sich vor fast jedem Haus anstelle eines Altars ein Geisterhäuschen, welchem allerlei Sachen geopfert werden. In Kambodscha sind 93% der Bevölkerung Buddhisten, sodass man überall die Mönche in ihren orangefarbenen Kutten umherlaufen sieht – morgens laufen sie von Haus zu Haus und segnen gegen eine kleine Spende die Leute. Auch Finn und ich wurden einmal gesegnet, wobei wir uns nicht so ganz sicher sind, ob das ein echter Mönch war. Der besagte „Mönch“ kam nämlich einfach während wir draußen in einem Restaurant aßen auf uns zu und drückte Finn ohne zu fragen die Stirn gegen seine und band uns jedem einen roten Faden um – wofür er dann $2 verlangte (in Kambodscha gar nicht mal so wenig Geld..). Allerdings schienen Finn und ich nicht so ein gutes Karma zu haben, denn schon am nächsten Tag stellten wir beide fest, dass wir das Armband verloren hatten ;)

Achja und die Währung.. das Währungssystem in Kambodscha bereitete uns auch so einiges Kopfzerbrechen, denn man kann entweder in US$ oder in Kambodschanischen Riel bezahlen… 1$ = 4000Riel = 21.0 00Vietnamesische Dong = 0,75€… So bezahlte man oft den Preis zur Hälfte in $, zur anderen Hälfte in Riel und rechnete das dann noch zum Vergleich in Dong um… arrrrr >.<

Finn im TukTuk, geröstetes Ferkel, Eiskaffee & eine Art Crepe mit Creme & gerösteten Kokosraspeln

Übrigens haben es selbst deutsche Wunder nach Kambodscha geschafft, nämlich deutsches Bier – überall im Land findet man das (in Deutschland typische, weit verbreitete und viel geschätzte) „Ganzberg German Premium Beer“….


So, nun aber auch mal zu ernsteren Themen.. wovon es ja leider auch so einige in Kambodscha gibt, vor allem auf Grund der Khmer Rouge-Vergangenheit. Zwar wussten wir, dass es die Khmer Rouge gab und viele Menschen („Intellektuelle“) umgebracht haben, aber nicht in welchem unvorstellbaren Ausmaß. Zwischen 1975 – 1979 ermordeten die Khmer Rouge unter Führung von Pol Pot in ihrem Wahn von einem kommunistischen Bauernstaat von den 8 Millionen Einwohnern ungefähr 3 Millionen, also mehr als 1/3 der eigenen Bevölkerung. Nach ihrer Machtergreifung trieben die Khmer Rouge die gesamte Stadtbevölkerung aufs Land, selbst bettlägerige Krankenhausbewohner, Kinder etc. Hierbei wurden oft Familien getrennt mit dem Ziel, dass die „Angkar“ (zu Deutsch Organisation) an oberster Stelle stehen soll. Auf dem Land mussten die Leute von morgens bis abends auf den Feldern etc. schuften, wobei die Erträge dann meistens exportiert wurden, um Waffen zu kaufen – sodass Unmengen an Menschen verhungerten. In Phnom Penh besuchten wir das S21, eine ehemalige Schule, die von den Khmer Rouge als Foltergebäude umgewandelt wurde. Einen Tag später fuhren wir dann zu den „Killing Fields“, die etwas außerhalb der Stadt gelegen sind (insgesamt gab es über 300 im ganzen Land verteilt). Hier wurden Leute in Massen hingerichtet – Leute, die zB in den Augen der Khmer Rouge als „intelektuell“ galten, weil sie eine Brille trugen oder eine Fremdsprache beherrschten, Arzt oder Anwalt waren. Auch Leute mit „zu weichen Händen“ wurden hingerichtet, weil sie nicht hart genug arbeiteten. Meistens wurde die gesamte Familie eines Ermordeten direkt auch umgebracht, um spätere Rachetaten zu verhindern. Babys wurden mit dem Kopf gegen Bäume geschleudert, weil Patronen für Schusswaffen ja Geld gekostet hätten. 1979 wurde das Pol Pot–Regime letztendlich dann von der vietnamesischen Armee (weil sie kurz zuvor in Vietnam einmarschiert waren) niedergeworfen und so war dann Schluss mit dem von den Khmer Rouge ironischerweise genannten „Democratic Kampuchea“.

Wer sich für das Thema interessiert, sollte „Der weite Weg der Hoffnung“ (Englischer Originaltitel „First They Killed my Father“) lesen – die Lebensgeschichte der kambodschanischen Autorin Loung Ung, die den gesamten Khmer Rouge-Wahnsinn mit ihrer Familie durchlebt hat.
Okay, aber genug mit dem traurigen Teil, Kambodscha hat genug schöne Seiten. Die schönste Seite während unserer Reise war für uns die Insel Koh Rong – die zweitgrößte Insel Kambodschas, im Golf von Thailand gelegen. Dort hatten wir für mehrere Nächte ein Bungalow an einer einsamen Seite der Insel gebucht und es war paradiesisch!! Türkises Wasser, ein weiß-goldener Sandstrand und großartiges Essen (ja, das ist auch eine Eigenschaft von paradiesisch ;)). Tagsüber musste man sich mit Problemen auseinandersetzen, wie ob man lieber im Schatten oder in der Sonne liegt, ob man die 15er oder lieber die 30er-Sonnencreme auflegen sollte und ob man nun lieber lesen oder schnorcheln sollte. Abends gab es dann frisches gegrilltes Marlinsteak und was besonders beeindruckend war, war dass nachts im Meer unter einem mit Milliarden Sternen behangenen Himmel fluoreszierendes Plankton umherschwamm – sodass die Füße im Wasser von einem magischen blauen Schimmer umgeben wurden. Es waren auf jeden Fall unglaublich tolle Tage dort. Aber alles hat ja mal ein Ende und so verließen wir dann irgendwann das Paradies wieder (ich mit tausenden Mücken/Sandfliegenstichen übersät – allein an meinem linken Bein hatte ich 70 Stiche gezählt!! Und Finn der Schuft hatte ganze 3 am gesamten Körper -.-)

Unser Bungalow mit kambodschanischer Dusche (Eimer über'n Kopf ;))

Ausflug auf die andere Inselseite (das Pflanzending ist eine Cashewfrucht)

Niemals könnte man etwas sinnvolleres tun als eine Kleckerburg zu bauen!!


Paradiesisch war dann auch die Busfahrt zurück, da unserem Bus auf halber Strecke ein Reifen platzte – welchen man ja eigentlich schnell hätte wechseln können, hätte man einen ERSATZ-Reifen beigehabt. Aber so etwas brauch man ja nicht unbedingt, sondern man kann auch mit 10km/h einfach mit platten Reifen weiterfahren, wodurch aus den 5 Stunden Fahrt dann 8 wurden (….Kingdom of Wonder…)
Einige Tage verbrachten wir dann in Kampot, wo wir mit dem Moped in einen nahe gelegenen Nationalpark fuhren. Dort konnte man durch mehrere verlassene alte Gebäude, Kirchen und eine ehemalige französische Bergstation laufen – was auch normalerweise sehr spannend und gruselig gewesen wäre – wären wir nicht am chinesischen Neujahr dorthingefahren, wodurch alles voll war mit picknickenden & Fotos schießenden Leuten.

Auf dem Schild vor der Kirche steht übrigens, dass man dort nicht übernachten soll ;)

Unser Highlight war, als wir einen Doppelhornvogel sahen, der aussieht wie das Ibitak-Pokemon (ja, der Doppelhornvogel sieht aus wie Ibitak und nicht umgekehrt ;))


Danach ging es dann zu unserem nächsten persönlichen Highlight, nach Mondulkiri ins „Elephant Valley“ – In Kambodscha gibt es nur noch sehr wenige Elefanten, welche dann meistens kambodschanischen Familien gehören, die diese für die Arbeit benutzen. Allerdings müssen Elefanten eigentlich 18h am Tag essen, was schlecht geht, wenn sie allein 8/9 Stunden am Tag arbeiten müssen. Deswegen nimmt das Elephant Valley die Elefanten regelmäßig für mehrere Monate bei sich auf (ein 300km²-großes Waldareal), wo sie wieder zu Kräften kommen können und die Familien außerdem lernen, wie sie richtig für die Elefanten sorgen (ein Kambodschaner hatte zum Beispiel seinem Elefanten nicht wirklich Wasser gegeben mit der Begründung, dass dieser ein "Magic Elephant" wäre und deshalb kein Wasser brauche - vorsichtig wurde ihm dann erklärt, dass selbst ein "Zauberelefant" trotzdem Wasser braucht...) - da die Familien aber in dieser Zeit die Elefanten nicht für die Arbeit benutzen können, wird ihnen dann eine tägliche Entschädigung gezahlt. Besonders gut gefallen hat uns, dass sie mit den kambodschanischen Dorfbewohnern zusammenarbeiten, da die Elefanten ihnen eigentlich hoch und heilig sind (zB bekommen sie dieselbe Begräbniszeremonie wie ein Mensch). Das Waldareal gehört eigentlich zu großen Teilen den Dörfern, weswegen sie mit diesen ein Abkommen geschlossen haben, dass das Elephant Valley die Fläche nutzen darf und im Gegenzug dafür alle anfallenden Arzt/Krankenhauskosten der Bewohner begleicht (das Gesundheitssystem ist ein großes Problem in Kambodscha, da die meisten sich die hohen Kosten für Ärzte und Krankenhäuser nicht leisten können) Jedenfalls haben wir dann 2 Tage jeweils einen halben Tag lang die Elefanten im Dschungel beobachtet und viel über die einzelnen Schicksale erfahren (und andere interessante Sachen, zB dass Elefanten 2 Jahre lang schwanger sind, 6 Mal im Leben die Zähne wechseln, 200-300kg am Tag essen müssen und - was wir vorher noch nie gehört haben - nicht nur Benjamin Blümchen-Trötgeräusche von sich geben, sondern sich auch durch eine Art lautes Gurren miteinander verständigen, was ziemlich lustig klingt - das benutzen sie wohl, um sich über weitere Entfernungen zu hören, da sie die Vibrationen im Boden spüren können) Übrigens bekommen die Elefanten in Kambodscha gewöhnlich keine Nachkommen, weil sie entweder zu alt sind oder weil die Zeremonie, die eine Geburt mit sich bringen würde, den Besitzern zu teuer ist – für ein Elefantenbaby müssten wohl ungefähr 35 Wasserbüffel geopfert werden (nicht übertrieben!!). 

Die andere Hälfte des Tages haben wir dann gearbeitet, leider nicht mit den Elefanten zusammen - nein, wir haben ein Toilettenhaus gebaut – für Menschen ;)
Aber es war ja für einen guten Zweck und da hat man dann auch gerne 3 Stunden lang verrostete Nägel in harte Bretter gehauen.

Ausflug zum größten Wasserfall Kambodschas

ein Janosch-Haus & ein Gummibaum + gewonnenem Kautschuk

Fahrradtour in Kampong Cham - über eine Bambusbrücke, die jedes Jahr im Dezember neu gebaut wird, weil sie in der Regenzeit überflutet wird ;)

Als letztes ging es dann zu Kambodschas größtem Wunder nach Siem Reap, wo sich über 400km² verteilt die Angkor-Tempelanlagen befinden, welche vom 9. – 15. Jahrhundert das Zentrum des Königreiches Kambuja bildete. In den ehemaligen Hauptstädten dort wurde jeweils ein Tempel im Stadtzentrum errichtet, bis heute wurden bereits mehr als 1000 Tempel entdeckt. Dort trafen wir uns dann mit Maria und Corny aus unserem BMS-Semester und besuchten 2 Tage lang alle möglichen Tempel. Besonders interessant waren die Tempelanlagen, auf denen riesige Bäume gewachsen sind, dessen Wurzeln durch die Decken ragen (in einem dieser Tempel wurde übrigens auch Tomb Raider gedreht).

in der Pub Street - da wird einem auch mal das Baby der Kellnerin im Restaurant in die Hand gedrückt, weil sie kurz weg muss.. man kann lecker knusprige Insekten essen & bekommt Mojito 2 go ("ich geh mit meinem Mojito, und mein Mojito mit mir...")

Für Angkor Wat, der größten Tempelanlage der Welt, standen wir extra um 5 Uhr morgens auf um dort den Sonnenaufgang zu sehen – eine Idee, die außer uns noch 5000 andere Leute hatten – wodurch das ganze irgendwie nicht so wirklich unseren Vorstellungen entsprach, sondern man mit einer riesigen Menschenmasse, die alle mit Kameras, Iphones, Tablets etc. bewaffnet dastanden und von jeder Sekunde des Sonnenaufgangs Bilder knipsten.

Ein bisschen Entspannung nach 2 Tagen in Tempelanlagen bei 30° :)


Trotzdem war es ein schöner Abschluss von Kambodscha, einem Land, dem man unserer Meinung nach auf jeden Fall mal einen Besuch abstatten sollte!!
Als Abschluss sind wir jetzt für 2 Wochen auf den Philippinen, ein Eintrag folgt vielleicht noch ;)

Mittwoch, 05.02.2014

Tam Biet Hanoi - Goooood Morning Vietnam!

Ein ‘bisschen’ verspätet hab ich’s nach fast 3 Wochen jetzt doch endlich geschafft, mich nochmal mit dem Blog auseinanderzusetzen… Seit 3 Wochen sind wir nun schon am Reisen und haben am 15. Januar nach der Beendigung unserer wahnsinnig schweren Prüfungen („Which of these words is more related to the term ‚architecture’ - a) Statue or b) Temple?”) Hanoi verlassen. Der Abschied fiel uns letztendlich doch ganz schön schwer, da wir viele gute Freunde dort gefunden haben, die man wahrscheinlich erstmal so schnell nicht wiedersehen wird. Nach unserer letzten Prüfung gingen wir mit unserem Semester zu Mittag Hot Pot essen und abends dann nochmal mit all unseren anderen Freunden von außerhalb der Uni. Danach brachten uns dann noch einige zum Bahnhof, wodurch das ganze irgendwie noch ein bisschen dramatischer wurde (eigentlich wollten wir -wie man es immer in den ganzen Filmen sieht- dann noch ein letztes Mal aus dem Zugfenster unseren Freunden am Bahnhof beim Vorbeifahren zuwinken, allerdings fuhr der blöde Zug dann in die andere Richtung los -.-).

Sachen transportieren auf vietnamesische Art & Abschiedsparty beim English Club

ein letztes Mal Bun Cha essen bei unserer Lieblings-Bun Cha-Frau & Eierkaffee (Kaffee mit geschlagenem Eiweis, schmeckt wie Tiramisu!!)

Hot Pot & letzter Tag im Sphinx-Café


So starteten wir dann (mit ein bisschen Pipi in den Augen) Richtung Süden, unser erstes Ziel war Hue, wo wir nach einer 12-stündigen Zugfahrt am nächsten Morgen ankamen (wir haben mittlerweile wahrscheinlich schon mehrere hundert Stunden in Büssen & Zügen hier verbracht).
Hue war bis 1945 die Hauptstadt Vietnams und dort befindet sich eine der größten Sehenswürdigkeiten Zentralvietnams, die Zitadelle und die ‚Verbotene Stadt’ (Kaiserstadt), welche leider während der Tet-Offensive 1968 zum größten Teil zerstört wurde. Trotzdem kann man auf dem riesigen Areal noch den Kaiserpalast mit Königsthron, zahlreiche Tempelbauten und die übrigen kaiserlichen Bauten wie Bibliotheken und Theater besichtigen.

Kaiserstadt (wir waren nach 12h Zugfahrt vielleicht ein bisschen über'm Punkt ;))

Das Essen in Vietnam unterscheidet sich in den verschiedenen Teilen - Hue: Sua Chua Ca Phe (Joghurt mit Kaffee) & Ingwer Tee/ Banh Khoai (eine Art Pfannkuchen mit Shrimps. Sternfrucht, Salat, Schweinefleisch etc./ frosche Frühlingsrollen mit Hackfleisch auf Zitronengrasspieß

& noch ein paar Bio-Äpfel und eine Frucht namens Momordica.. ;)


Unser nächstes Ziel nach Hue war dann die Hafenstadt Hoi An, unserer Meinung nach die schönste Stadt Vietnams. Schon allein tagsüber ist die Altstadt wunderschön, allerdings hat uns der Anblick abends echt umgehauen – das gesamte Flussufer wird abends von tausenden bunten Lampions beleuchtet und überall verkaufen alte vietnamesische Frauen kleine Papierschiffchen, in denen eine Kerze steht, welche die Touristen in den Fluss setzen können. Der Anblick von dem Meer aus Kerzen und Lampions (welches dann noch durch eine traditionelle vietnamesische Musikgruppe untermalt wird – was einen überall anders wahrscheinlich nach kurzer Zeit tierisch nerven würde, aber nicht dort..) ist nicht wirklich in Worte zu fassen und kommt auch leider überhaupt nicht auf den Bildern der Wirklichkeit nahe… Um der kitschig-romantischen Atmosphäre noch die Krone aufzusetzen ließen wir uns einen Abend lang zusammen mit einer Flasche Wein über den Fluss rudern (und ließen natürlich auch so ein olles überteuertes Papierschiff zu Wasser ;)).

Essen Hoi An: Bun Thit Nuong (Reisnudeln mit gegrilltem Schweinefleisch, Salat & Erdnüssen)/ Mi Quang (Udon-Nudeln mit Ei etc.)

Fahrradtour zum Strand


Um wieder ein bisschen Action zu haben, fuhren wir als nächstes nach Nha Trang, wo man nämlich angeblich Windsurfen kann.. die Betonung liegt auf ‚angeblich’ – anstatt wie geplant actionmäßig surfen zu gehen endeten wir ….in einem Thermalbad (Hallo Rentnerleben!) 

So verließen wir dann etwas enttäuscht Nha Trang auch schnell wieder und fuhren nach Mui Ne, eine von Kitern und Russen bevölkerte Stadt mit viel Strand– dort schafften wir es sogar tatsächlich, uns ein Surfbrett zu mieten, welches wir dann mühevoll eine 45-minütigen Fahrt auf dem Moped zum Strand schleppten – um dann letztendlich den größten Teil der Zeit anstatt wie geplant auf dem Brett eher von den Wellen neben oder unter das Brett geschleudert zu werden (hatten wir wohl unsere Surf’fähigkeiten’ ein bisschen überschätzt..)


Letzter Punkt auf unserem Vietnam-Reise-Plan war dann Ho-Chi-Minh-City, wo wir uns einen Tag lang ein Moped mieteten und damit das Mekong-Delta erkundeten. Das war ziemlich spannend, vor allem als wir mit dem Moped eine kleine versteckte Insel fanden, auf der wir abenteuerlich über einen kleinen Pfad lang zwischen Longan-Bäumen (Longan sind Früchte, die Lychees sehr ähnlich sind) hindurchfuhren. Allerdings mussten wir am Ende des Pfades leider entdecken, dass unsere versteckte geheime Insel wohl doch nicht so versteckt und geheim ist, wie wir dachten – am Ende der Insel befand sich nämlich eine riesige Touristenanlage, wo alle Touri-Boote auf dem Mekong zum Mittagessen anhielten – mit zahlreichen Restaurants, (warum auch immer) einem Krokodilteich etc…. Aber danach fanden wir dann doch noch ein paar abgelegenere Orte, wo wir dann durch zahlreiche Kokosplantagen und Reisfelder hindurchfuhren.
Unser letzter Abend in Vietnam endete auch nochmal ganz vietnamesisch, weil wir bei Huong (das Mädchen, mit dem wir auch schon auf der Hochzeit waren) und ihren Eltern zum Essen eingeladen waren. So schlugen wir uns dann nochmal, auf dem Boden sitzend, den Bauch mit frischen –mit Schweineohr gefüllten- Frühlingsrollen voll und tranken vieeel viel Tee und verständigten uns mit Händen & Füßen mit der Familie.


Jedenfalls hatten wir eine unvergessliche Zeit in Vietnam und werden sowohl Hanoi als auch die Leute, die uns so enge Freunde geworden sind, wirklich vermissen!!
Seit gut einer Woche sind wir jetzt schon in Kambodscha und es liegen noch insgesamt 4 Wochen Reisezeit vor uns, wovon wir nochmal 2 Wochen auf die Philippinen fliegen, bevor es dann Anfang März von Bangkok aus wieder zurück Richtung Sauerkraut, Mettbrötchen und Schnee geht ;)

Mittwoch, 15.01.2014

Über den Wolken

Ich bin ein bisschen im Verzug mit dem Blog, da sich unsere Zeit in Hanoi dem Ende zugeneigt hat und wir dementsprechend einiges zutun hatten – Mr. Jimmy verkaufen, aus der Wohnung ausziehen, Prüfungen schreiben etc.

Vor der letzten Prüfung sind wir nochmal für ein paar Tage in den Norden nach Sapa gefahren. Sapa liegt in 1.600m ü.d.M. an der chinesischen Grenze in den Bergen - und dort liegt auch der Berg Fansipan: mit einer Höhe von 3.143m der höchste Berg in Vietnam/Laos/Kambodscha – welchen wir besteigen wollten. So fuhren wir dann über Nacht 12 Stunden mit dem Zug und kamen morgens in unserem Hotel an ($5 die Nacht pP. für ein Doppelbettzimmer mit beheizbaren Betten, Balkon und Bergblick!!). Dort buchten wir dann auch gleich unsere Bergbesteigungstour für den nächsten Tag – 2 Tage und eine Nacht.


Um uns vorher nicht zu überanstrengen, mieteten wir uns am Tag vorher noch ein Moped und düsten in der Landschaft umher – in Sapa und Umgebung leben viele unterschiedliche ethnische Gruppen: die Hmong (schwarze Kleider mit bunten Mustern an den Ärmeln), die Dao Do (ähnliche Kleidung wie die Hmong, allerdings tragen sie zusätzlich noch Weihnachtsmannähnliche rote Mützen) und die Tay (dunkelblaue Kleider).


Innerhalb der Stadt wird man von etlichen Frauen in traditionellen Kleidern umworben, um von ihnen bestickte Taschen, Armbänder usw. zu kaufen – welche auch wirklich unglaublich schön sind, aber auf Dauer ist es auch ein bisschen anstrengend  auf Schritt und Tritt von einem Dutzend durcheinanderrufenden Verkäuferinnen verfolgt zu werden - wobei sie dabei trotzdem immer irgendwie sympathisch waren..
Bemerkenswert ist aber auch vor allem ihr Englisch, welches in dieser kleinen entlegenen Bergstadt oftmals sogar besser ist als das von vielen Leuten in der Hauptstadt Hanoi.
Die Landschaft um Sapa bietet in etwa das, was man von einer vietnamesischen Postkarte erwarten würde– weitläufige Reisterrassen, Wasserbüffel, Felder etc.

     

Wozu brauch man Gartenzwerge, wenn man seinen Garten auch SO dekorieren kann..:

Er war auch mindestens genauso begeistert von mir, wie ich von ihm... :P

'Ich bin so schön! SO schön!'

Am nächsten Tag ging es dann morgens los zum Fansipan. Unsere Gruppe bestand außer uns und 3 vietnamesischen Guides noch aus 2 Australiern, 1 Holländer, 2 Vietnamesen und 2 Amis.

So liefen wir dann 3,5 Stunden bis zum Camp, wo wir die Nacht verbringen sollten – oder besser gesagt liefen wir nicht, sondern es war eher eine Mischung aus über Felsen steigen und klettern – was gar nicht mal so unanstrengend war, zudem wir noch unser Gepäck tragen mussten und unsere vietnamesischen Guides auch ein ordentliches Tempo vorlegten (und das in Gummistiefeln!).

Ziemlich erschöpft kamen wir dann nach 20km Bergaufsteigen, unglaublichen Ausblicken, jeglichen Vegetationszonen und Wetterumschwüngen um halb 2 im Camp an.


Normalerweise würde man dann erst am nächsten morgen weiter bis zur Spitze laufen. Allerdings sagten unsere Guides uns, dass es nur noch eine Stunde bis dorthin ist und weil wir ja alle hart im Nehmen sind (dachten wir jedenfalls), beschloss unsere Gruppe dann, es noch direkt am selben Tag zu machen – Tja, wie sooft waren die vietnamesischen Zeitangaben aber flexibel und so wurde aus der einen Stunde dann 2,5 Stunden – und vor allem war der Weg nochmal um einiges anstrengender als der erste Teil bis zum Camp – sodass Finn und ich echt an unsere Grenzen stießen. An der Spitze angekommen hatten wir eine unvergessliche, grandiose Aussicht auf unzählige Schichten Nebel und Wolken – der harte Aufstieg hatte sich also gelohnt ;)

Danach ging es dann nochmal eine Stunde zurück zum Camp, wo wir dann unseren Schlafplatz einrichteten - in einer wunderschönen 5*-Wellblechhütte, mit dekorativen Löchern in den Wänden und einer nicht verschließbaren Tür (man muss dazu sagen, dass die Temperaturen bei ca. 3°C lagen und es komplett stürmisch war) – aber dafür bekamen wir dann 2cm-dicke Schlafsäcke, die wir dann gemütlich auf dem Holzboden ausbreiteten.
Nachdem wir dann um 18 Uhr Abendbrot gegessen und ein bisschen Karten gespielt hatten gingen wir dann auf Rat unseres Guides um 19Uhr schlafen („geht am besten jetzt ins Bett, da ihr nur bis Mitternacht schlafen könnt- danach ist es zu kalt“). Einge“kuschelt“ in unsere Schlafsäcke und mit allen Sachen bedeckt, die wir in unseren Rucksäcken hatten (Handtücher, T-Shirts, Jacken etc.) versuchten wir also zu schlafen.

Was aber einfach nicht ging, weil es trotzdem immer noch viel zu kalt war – auch selbst dann nicht, wenn man versuchte sich durchs Zählen der vielen umherhuschenden Ratten in den Schlaf zu wiegen ;) (eine verwechselte die Haare einer anderen Frau im Camp mit ihrem Nest – zum Entsetzen der Frau, die sich dann panisch mit ihrer Wasserflasche auf den Kopf schlug).
Ganz großes Glück hatte auch einer der Australier, der einen Schlafsack fand, der wirklich wetterfest und gut gefüttert war… Darüber hat er sich dann so lange gefreut, bis nachts dann einer der Guides in die Hütte kam und ihm diesen wegnahm, weil es seiner war – sodass sich der Australier dann den letzten übriggebliebenen Schrottschlafsack nehmen musste, an dem auch noch der Reißverschluss kaputt war (ich hörte ihn dann auch mehrmals in der Nacht mit zitternder Stimme „cold.. it’s so cold“ vor sich hinbrabbeln)…


Am nächsten Morgen ging es dann also frisch und ausgeruht (…..nicht) 20km zurück zum Startpunkt.
Auch wenn das alles unendlich anstrengend war (auf jeden Fall mit das anstrengendste, was wir je in unserem Leben gemacht haben), hat man sich am Ende (nach einer heißen Dusche und ein paar Stunden Schlaf im Hotel) trotzdem gut gefühlt und es war auf jeden Fall eine Erfahrung und wir sind froh, dass wir das gemacht haben.

Dienstag, 07.01.2014

Der Vietnamese und sein Moto

Da wir unseren guten Mr. Jimmy heute verkaufen, abschließend noch ein kleiner Beitrag über ihn und seine Artgenossen. Als kleines Abschiedsgeschenk an uns bekam er an Silvester kurz vor dem Jahreswechsel einen Platten, sodass wir den Neujahrswechsel in einer Werkstatt verbrachten - so haben wir dann um 0 Uhr, zusammen mit 5 vietnamesischen Reparaturmenschen (die kein Wort Englisch sprachen) mit Bier aus Teetässchen angestoßen und uns das Feuerwerk in Saigon auf einem winzigen Fernseher angeschaut ;)


Dieses Thema ist eigentlich schon lange überfällig – Verkehr und Motobikes in Hanoi!
In Hanoi leben etwa 6,5 Millionen Menschen – und es gibt über 4 Millionen Mopeds…
Wie schon vorher beschrieben, sieht dementsprechend der Verkehr aus. Das Moped ist wohl einer der wichtigsten Begleiter in Vietnam und wird auf vielfältige Weisen genutzt – als Transporter, als Bett, als Familienkutsche, als Rennwagen und gerne auch als Taxi.

Die Taximopeds werden ‚Xe Om’ genannt und es gibt sie quasi an jeder Ecke (vor allem an den Bushaltestellen und Bahnhöfen, wo sich dann, sobald man aussteigt, unzählige Xe Om-Fahrer einem in den Weg stellen und einem „MOTOBIKEEEE, YOU NEED MOTOBIKEEEE???“ ins Gesicht schreien). Ebenso kontrolliert und übersichtlich geht es im Verkehr zu – dafür habe ich mal die wichtigsten und grundlegendsten Verkehrsregeln aufgelistet:

1. Wenn du möchtest, dass das Fahrzeug vor dir sich aus deiner Fahrbahn entfernt, dann fahr so dicht wie möglich auf, benutz die Fernlichter, guck böse und vor allem HUP durchgehend – egal ob da nun Stau ist, der es einem unmöglich macht sich weiterzubewegen oder nicht.

2. Halte dich immer an die Geschwindigkeitsbegrenzungen… Ha, Spaß beiseite - es gibt natürlich keine!

3.  Wenn du an eine Straßenkreuzung kommst, verringere das Tempo und schau nach links und rechts – oder fahr einfach so schnell du kannst, ohne dich umzuschauen und hup dabei durchgehend!

4. Wenn du nachts fährst, lass einfach immer deine Fernlichter an – so sieht man ja viel mehr!

5. Das Wegrecht steht immer dem größten Fahrzeug zu.

6. Wenn du nach links abbiegen möchtest, fahr erst so weit wie möglich nach rechts und mach dann eine grooooße Linkskurve, um auch wirklich ALLEN anderen im Weg zu sein.

7. Beim Fahren durchgehend zu Hupen ist ein sicherer Weg, um alle anderen Fahrzeuge auf dich aufmerksam zu machen.

8. Fahrzeuge, deren Ladungen mehr als 1,5m über die Fläche herausragen, brauchen keine rote Flagge – jeder, der doof genug ist dagegen zu fahren, hat das auch verdient.

9. Die Beladungskapazität eines Fahrzeuges wird daran bemessen, ob es sich noch vorwärts bewegen kann oder nicht.

10. Wenn es dir gerade danach beliebt, auf der falschen Seite der Straße zu fahren, dann tu dies einfach.

11. Erwachsene müssen laut Gesetz beim Mopedfahren einen Helm tragen – aber Kinder nicht.

12. Wenn du keinen Helm hast, dann tut es auch eine Salatschüssel oder ein Basecap.

13. Bürgersteige sind zur Rush Hour oder wenn du hinter einem langsamen Bus fährst normale Straßenerweiterungen.

14. Ampeln sind gut gemeinte Hinweise, die nicht befolgt werden müssen. Fahr also über jede rote Ampel und wirf den Leuten grimmige Blicke zu, die dir frecherweise dann auch noch in den Weg fahren! 

15. Natürlich kannst du auch während des Fahrens eine SMS schreiben – der beste Zeitpunkt hierfür ist, wenn du während der Rush Hour in der Mitte der Straße fährst – Zigarette in der anderen Hand ist optional.

Abschließend dazu eine kleine Bilderreihe, die zeigt, was man alles so mit seinem Moto transportieren kann!
 

Sonntag, 29.12.2013

Rotkohl & Apfelkuchen auf 'Paradise Island Vietnam'

Auf der Suche nach einem Geburtstags-/Weihnachtsgeschenk für Finn hatte ich Ende November auf gut Glück bei Google (ganz kreativ) ‚Paradise Island Vietnam’ eingegeben und bin dadurch auf Phu Quoc gestoßen. Phu Quoc ist die größte Insel Vietnams und liegt im Südwesten, eine knappe Stunde Flug von Ho-Chi-Minh-City entfernt. Nachdem ich dann auch noch billige Flüge mit der vertrauenserweckenden Fluggesellschaft ‚Vietjetair’ gefunden habe stand der Reise nach 'Paradise Island' also nichts mehr im Weg.

So flogen wir dann am 19. nach HCMC (es erklärte sich dann auch schnell, warum die Flüge so günstig waren – alle 4 Flüge die wir gebucht hatten, wurden zeitlich zwischen 15 Minuten und 2 Stunden umgelegt.. und auch das Bordmagazin ließ ein bisschen an seiner Glaubhaftigkeit zweifeln ;)) 

Kofferentschärfung am Flughafen mit 2m Sicherheitsabstand drumrum

Im Boardmagazin: Die typische Tradition, sich zu Neujahr Fischflossen ins Portemonnaie zu stecken

 

Wer kennt ihn nicht, den berühmten Chefkoch Jurgen...  

Nachts um 1 kamen wir dann an – und mussten feststellen, dass HCMC ein kompletter Gegensatz zu unserem gemütlichen ruhigen Hanoi ist. Während in Hanoi nachts um 1 außer ein paar Ratten niemand mehr auf den Straßen unterwegs ist, gleicht HCMC zu dieser Zeit Sodom & Gomorra. Wahrscheinlich lag das auch daran, dass unser Hostel in der Haupttouristenstraße lag, jedenfalls war die ganze Straße voll mit betrunkenen Leuten, eine Menge Bettler waren unterwegs (etwas, was man in Hanoi auch eigentlich nie zu Gesicht bekommt) und man sah überall uralte Touris mit jungen knapp bekleideten Vietnamesinnen im Arm.
Am nächsten Tag trafen wir uns noch mit Kyle und Fleur, unseren südafrikanischen Freunden die wir beim Werbefilmdreh kennengelernt hattenund die nach HCMC gezogen sind.


Am 21. ging es dann endlich nach Phu Quoc, mittags checkten wir im ‚Mushroom Backpackers’ ein, dessen Angestellte dem Namen auch alle Ehre machten. Unser Zimmer dort war ein Traum in Lila und Pink, aber immerhin war der Strand nur 10 Minuten entfernt.


Wir stellten dann auch schnell fest, dass auch Phu Quoc die Beschreibung 'Paradise Island' auf jeden Fall verdient hat. Jeden Abend konnte man schön kitschig am weißen, palmigen Sandstrand den Sonnenuntergang angucken ;)

 

An unserem 2. Tag mieteten wir uns ein Moped und erkundeten die Insel, fuhren zu einigen Wasserfällen, in denen man schwimmen konnte und fuhren die „Adventourus Road“ entlang.

   

eine Pfefferplantage

ein Braunliest

ein Ewok


Den nächsten Tag fuhren wir dann in den Südosten der Insel zum Sao Beach, einem Strand mit NOCH weißerem Sand und NOCH mehr Palmen.

Außerdem schauten wir uns das (ziemlich patriotische) Coconut Tree Prison an, welches von den Franzosen in der Kolonialzeit gebaut wurde, jedoch auch im Vietnamkrieg für gefangengenommene Vietcongs genutzt wurde. Vor allem wurden dort sehr drastische Nachbildungen von allen möglichen Foltermethoden dargestellt (alle Familien dort haben es auch sehr schnell bereut, ihre kleinen Kinder da mithingenommen zu haben).


Am 24. waren wir dann eigentlich überhaupt nicht in Weihnachtstimmung bei 30° am Strand, aber immerhin gönnten wir uns dann in einem deutschen Restaurant abends Jägerschnitzel, Bratkartoffeln, Rotkohl, Hühnerfrikassee und Apfelkuchen.


Am 1. Weihnachtsfeiertag machten wir dann (auch ganz klassisch weihnachtlich) eine Schnorcheltour, die mir Finn geschenkt hatte. Wir fuhren mit einem Boot vom Süden der Insel los und konnten dann unter anderem auch angeln. Beim Schnorcheln sah man die meiste Zeit eher kleinere Fische. Außer natürlich dann, als ich einmal ein bisschen weiter weg von allen war und ins Wasser schaute, kam plötzlich ein 1,5m großer Fisch, der anfing meine Beine zu umkreisen. Da bekam ich dann doch ein bisschen Panik (im Nachhinein auch irgendwie dämlich :P), aber weil er auch nicht wegschwamm, nachdem ich mit meinen Flossen nach ihm trat und dann panisch Finn rief und nur „ist er noch unter mir, ist er noch unter mir“ kreischte – sodass Finn dachte, dass da ein Hai unter mir rumschwimmt ;) Naja, danach bin ich jedenfalls erstmal wieder aufs Boot zurück, so ganz geheuer war mir das Schnorcheln dann irgendwie nicht mehr.


Die letzten zwei Tage zogen wir dann vom Mushroom Backpackers in ein Bungalow am Strand um, welches dann doch eine etwas schönere Unterkunft war – mit einer kleinen Terrasse inklusive Hängematte und Blick auf den Strand.


Am 26. ging es dann zurück nach HCMC und am 27. fuhren wir morgens zusammen mit Nhung, einer vietnamesischen Freundin, die zufällig auch gerade zusammen mit einer anderen Freundin in HCMC war, zu den Cu Chi Tunneln, welche erst gegen die Franzosen genutzt wurden, und später von den Vietcong auf eine Länge von 200km auf 3 Gesamtebenen erweitert wurden. Der Distrikt war die Basisstellung der Vietcong während der Tet-Offensive, welche als der Wendepunkt des Vietnamkrieges gilt.
Man konnte auch selbst durch einen Teil dieser Tunnel gehen, bzw. eher kriechen, da sie ca. nur 80cm hoch und 60cm breit waren (also nichts für Leute mit Platzangst), vor allem war es auch echt stickig und heiß darin – und wenn man sich dann noch vorstellt, dass man durch diese Tunnel in Kriegssituationen durchmuss……
Außerdem konnte man sich alle möglichen Fallen anschauen, die von den vietnamesischen Soldaten aus einfachen Materialien wie Bambus oder Klappstühlen gebaut wurden.
Es war jedenfalls sehr interessant, und eines der Dinge, die wir unbedingt in Vietnam machen wollten. Am Ende wurde noch ein ziemlich propagandistischer Film gezeigt, über ein 15-jähriges vietnamesisches Mädchen, dessen Eltern getötet wurden und die nun auch als Soldatin in den Krieg zog, um sich zu rächen…

 

Hier der Film, leider ohne Video...

Abends waren wir dann mit Kyle und Fleur bei einem benachbarten vietnamesischen Geschäft von ihnen, deren Eigentümer Bun Cha für uns kochten, sodass wir mit vollem Bauch dann später zurück ins kalte Hanoi fliegen konnten – wo es dann nicht mehr 30°, sonder 10° waren (zum Schrecken eines holländischen Pärchens in T-Shirt und Shorts im Flugzeug, die sich schon irritiert umschauten, als alle anderen Passagiere kurz vor der Landung Winterjacken, Mützen und Handschuhe anzogen, und dann zitternd und fluchend in den Flughafenbus einstiegen)

Dienstag, 17.12.2013

Aller guten Dinge sind 3: Hoa Binh (again)

Letztes Wochenende waren wir wieder einmal außerhalb Hanois, und zwar wieder einmal in Hoa Binh. Dieses Mal aber als Weihnachtscamp mit unserem Englisch Club, den unsere malaysische Nachbarin gegründet hat – eine schöne Sache, weil er kostenlos ist und den Vietnamesen die Möglichkeit gibt, ihr Englisch auch praktisch anwenden zu können, wozu sie sonst nicht viele Möglichkeiten zu haben.
Finn und ich waren für die Organisation der Spiele zuständig, außerdem bastelten wir 20 weihnachtlich-kitschige Namensschilder, mit Glitzer und bunten Schneeflocken.


Samstagmorgens ging es dann um 7 Uhr los – Ziel: Coconut Island. Zwar entsprachen die Vorstellungen, die der Name ‚Coconut Island’ in einem weckt, nicht wirklich der Realität (es gab zwar Palmen, allerdings waren das insgesamt 3 und statt einem Strand gab es einen Bootssteg, außerdem war es schweinekalt), und auch die in der Beschreibung angekündigte Fahrt mit einem ‚Speedboat’ stellte sich als langwierige Fahrt mit einem rostigen alten Kutter raus – aber es war trotzdessen eine ziemlich beeindruckende Landschaft – ein bisschen wie Halong Bay und alles in allem war es ein hübsches Plätzchen.

Vuong Tam hatte einen straffen Zeitplan für die 2 Tage erstellt, und so ging es nach dem Mittagessen auch direkt los mit allen möglichen Spielen und Englisch-Aufgaben.
Eines der Spiele, die wir uns überlegt hatten war ‚Ballon-Hasche’, bei dem sich jeder einen Luftballon um den Fuß band und man dann versuchen musste, die Ballons der anderen mit dem Fuß zum Platzen zu bringen – wer als letztes noch seinen Luftballon hat, ist der Gewinner. Außer Vuong Tam; Shuntaro, Michael, Rhianon & Ben aus Australien und Sarawut aus Thailand waren alle übrigen 14 Teilnehmer Vietnamesen, die wie immer ihre volle Energie in die Spiele steckten und aufgeregt rumkreischten.
Abends machten wir dann ein Lagerfeuer und sangen Weihnachtslieder, im Anschluss wurden alle in Teams eingeteilt und jedes Team musste einen Teil der Weihnachtsgeschichte (Bethlehem etc) nachspielen. Michael und Rhianon hatten einen Plastikweihnachtsbaum mitgebracht, welchen wir dann zusammen dekorierten und danach Julklapp machten.

Unser Schlafplatz war schon wie bei unserem letztens Hoa Binh-Trip in einem Stelzenhaus, in welchem dann 20 Mann zusammen auf harten Bambusmatten schliefen – oder es zumindest versuchten, da einige Teilnehmer einen ganzen Wald in der Nacht absägten. Nachdem wir aber dann unseren Schlafplatz ans andere Ende der Krachmacher verlegten hatten und uns Watte in die Ohren stopften ging es dann aber doch ;)


Der nächste Morgen startete mit einer neuen Essens-Herausforderung für mich – man konnte zum Frühstück zwischen Nudeln oder Reisporridge mit Hühnchen wählen. Erst wählte ich Nudeln, welche sich aber als Asia-Instantnudeln entpuppten, welche ich nicht essen kann, weil mir davon irgendwie schlecht wird. Also nahm ich den Reisporridge, bis mir eine vietnamesische Freundin sagte, dass da übrigens ein Hühnerkopf drin wäre - ich musste 10 mal nachfragen, weil ich dachte, ich hätte mich verhört - bis sie dann tatsächlich einen ganzen Hühnerkopf darausfischte!!! WIESO macht man denn SOWAS???? Danach war mir dann der Hunger vergangen und ich wartete lieber auf’s Mittagessen ;)

das Mittagessen war dann jedenfalls leckerer:


Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem ‚Speedboat’ zu einer Höhle, was ziemlich spannend war, weil in der Höhle alle möglichen riesigen goldenen Buddhastatuen und glitzernde andere Götterdinge standen, und man Räucherstäbchen anzünden konnte.


Zurück auf Coconut Island schrieben wir uns noch jeder gegenseitig nette Nachrichten auf einen Zettel als Erinnerung und machten noch einen typisch-vietnamesischen Mittagsschlaf. Die Rückfahrt verlief dann mehr oder weniger ruhig, bis auf ein paar Zwischenstopps, da vielen schlecht wurde und sich übergeben mussten.
Jedenfalls war es ein nettes Wochenende, an dem wir unseren vietnamesischen Freunden Weihnachten ein bisschen näher bringen konnten, da das hier ja normalerweise nicht gefeiert wird.


Aber nach den kalten Tagen in Hoa Binh und auch hier in Hanoi freuen wir uns auch darauf, am Donnerstag nach HCMC zu fliegen und von dort aus weiter nach Phu Quoc, eine kleine Insel im Süden Vietnams, auf welcher wir Weihnachten verbringen werden.

Dienstag, 10.12.2013

Marmor, Stein und Eisen bricht...

Wie ja schon bereits im letzten Eintrag erwähnt, sind wir letztes Wochenende zusammen mit einer vietnamesischen Freundin aus unserer Klasse, Huong, in ihr Heimatdorf gefahren zur Hochzeit ihres Cousins.
Die Entscheidung dorthin zu fahren wurde uns dann einige Tage zuvor etwas erschwert, da wir einen Anruf von Bhaya Cruises bekamen, ob wir an diesem Wochenende noch einmal bei einem Werbefilm mitmachen können, für ein anderes Luxusboot von ihnen. So mussten wir also wählen zwischen den absoluten Gegensätzen, entweder kostenloses Luxuswochenende in Halong Bay oder traditionelle Hochzeitsfeier auf dem Land. Aber wir sind ja nicht nach Vietnam gekommen, um uns in der Sonne brutzeln zu lassen und Cocktails zu trinken, deswegen fiel uns die Entscheidung auch nicht schwer - und so fuhren wir dann Freitagmorgen zusammen mit Huong in einem Schlafbus (anstatt Sitzen gibt es Liegen mit Decken) 5 Stunden lang in ihr Heimatdorf Thanh Hoa.
Sie hatte uns schon vorher erzählt, dass in das Dorf nie Touristen hinkommen und wir deswegen etwas auffallen werden, allerdings hätten wir nicht gedacht, dass wir dort SO eine Sensation sind, wir wir es dann waren. Egal wo wir lang liefen, überall blieben die Leute stehen und kamen aus ihren Häusern raus, um uns anzugucken. Das war schon etwas merkwürdig für uns, aber eigentlich auch ganz lustig. Vor allem waren wirklich ohne Ausnahmen ALLE Leute dort unfassbar freundlich. Huong stellte uns all ihren Verwandten (was scheinbar fast alle in diesem Dorf waren - jeder wurde uns als Cousine, Cousin, Tante, Onkel etc vorgestellt) und wir haben noch nie in unserem Leben so viel Tee wie an diesem Wochenende getrunken.

 Fotos mit allen möglichen Familienmitgliedern

    Ja, auch die Kinder mochten die Kamera ;)

Kokosnuss & Zuckerrohr (Finn mochte den Zuckerrohr besonders gerne, hehe ;))

Wir wurden mit Gastfreundlichkeit nur so überschüttet - obwohl niemand außer Huong Englisch sprechen konnte. So verständigten wir uns irgendwie mit Händen und Füßen und unseren paar Brocken Vietnamesisch. Freitagabend gab es dann ein großes Abendessen bei den Eltern des Bräutigams, was wieder mal eine kleine Herausforderung für uns war – als erstes bekamen wir nämlich jeder eine Schüssel mit Tiet Canh Vit vorgesetzt, eine Art Suppe aus Entenblut, sowohl in flüssiger als auch in geronnener Form. Ich habe dann versucht so freundlich wie möglich verständlich zu machen, dass ich das nicht essen kann (wahrscheinlich immer noch höflicher, als wenn ich das gegessen und direkt wieder ausgekotzt hätte :P). Finn der Verrückte hat tatsächlich die ganze Schüssel leergegessen („es schmeckt gar nicht so schlecht, man darf nur nicht darüber nachdenken, was man da gerade isst“).

Bei der Zubereitung der Betel-Früchte und -Blätter. Die älteren vietnamesischen Frauen kauen diese, wovon die Zähne und Lippen eine blutrote Farbe bekommen:

Danach spielten wir noch Karten (ein vietnamesisches Spiel, dass uns schon andere Freunde beigebracht hatten, aber wir verloren trotzdem jedes Mal).
Finn, Huong und ich schliefen bei einer Tante von ihr- aber natürlich getrennt. Ich teilte ein Bett mit Huong und ihrer Tante und Finn wurde erzählt, dass er ein Bett mit dem Onkel teilt – dieser schlief aber letztendlich (zu Finns Erleichterung ;)) dann doch auf der Couch. Zum Duschen wurde über dem Feuer Wasser erhitzt, welches man dann aus einer Schüssel schöpfen musste. Aber immerhin gab es eine richtige Toilette, im Haus des Bräutigams gab es nämlich nur ein Loch. Huong hatte auch die ganze Zeit immer Befürchtungen, dass es für uns nicht „komfortabel“ genug ist, was aber Quatsch ist (in Panama hatten wir ja teilweise in Hütten komplett ohne Bad und mit Kakerlaken als Mitbewohner geschlafen..).

morgens auf dem Markt


Nun aber auch mal zur Hochzeit an sich – die traditionelle Hochzeit in Vietnam dauert 3 Tage. Am ersten Tag bringt der Bräutigam einige Gaben (Fleisch etc.) ins Haus der Braut. Am 2. Tag ist dann die „Food Celebration“, welche schon früh morgens beginnt – hier feiern Braut und Bräutigam getrennt, jeweils bei sich zu Hause mit ihrer Familie und Freunden – es wird gegessen, getrunken und Musik gemacht. Finn und ich feierten beim Bräutigam, morgens um 9 kamen wir dort an und es gab reichlich Essen (Kokosreis, Garnelen, Huhn, Ingwer-Schweinefleisch, und natürlich durften auch diese halb-ausgebrühteten Enteneier nicht fehlen). Und da jeder (was eine ganze Menge sind!!!) mit Finn unbedingt anstoßen wollte (ich als Mädchen war davon ja natürlich befreit), trank Finn in kürzester Zeit soviel Reiswein, dass er mittags dann auch schon ganz gut einen zu sitzen hatte ;) Es gab mehrere Tische, an denen es eine hierarchische Sitzordnung gab – am wichtigsten Tisch saßen die älteren Männer (Finn kam auch die wohl große Ehre zuteil, von ihnen an den Tisch zum Trinken eingeladen zu werden), dann gab es noch die Tische mit den älteren Frauen, dann die jüngeren usw.

Was ein bisschen genervt hat, war, dass es in Vietnam üblich ist, den Gästen immer einfach irgendwelches Essen in ihre Schüssel zu füllen - wenn man dieses dann nicht isst, ist das wohl wiederum sehr unhöflich. So kam es dann immer wieder vor, dass einem plötzlich ein großer Brocken knorpeliges Fleisch aus der Schüssel aus anstarrte und man das dann wohl oder übel essen musste. Ich hab deshalb immer sobald ich fertig mit Essen war eine benutzte Serviette in meine Schüssel gelegt ;)

vietnamesische Wasserpfeife

grandiose Bildbearbeitungseffekte ;)


Nach dem Essen fuhren wir dann zu Huongs Elternhaus, dass seit einigen Jahren leer steht, weil ihre Eltern nach Ho-Chi-Minh City gezogen sind. Aber trotzdem befand sich noch der Altar für die verstorbenen Familienmitglieder drin und deshalb brachten wir einige Kekse als Opfergaben vorbei.

Das ganze Dorf an sich war total schön (siehe Fotos) – und ein ziemlicher Kontrast zum lauten, hektischen Hanoi.

Finn und ich freuten uns vor allem über jegliche Tiere, die wir sahen, vor allem über die zahlreichen Hundewelpen – für die Vietnamesen wirkte das sicherlich sehr merkwürdig, wie Finn und ich jedes Mal anhielten, um freudig jeden Hund zu tätscheln, der uns über den Weg lief und unzählige Fotos zu schießen - da Tiere hier (und vor allem auf dem Land) ja doch einen etwas anderen Stellenwert (eben hauptsächlich Nutztiere/Fleisch)  haben als in Deutschland.

Was auch immer DAS in diesem abgelegenen Dorf zu suchen hat :P

Um 5 kehrten wir dann zu dem Hochzeitszelt zurück und es gab wieder essen und Reiswein, Huong sorgte sich die ganze Zeit, dass Finn zu viel trinken würde und wollte ihn lustigerweise um halb 7 ins Bett schicken. Das konnten wir beide aber dann doch verhindern indem wir ihr versicherten, dass er das ganz sicher selbst einschätzen kann, wie viel er verträgt ;) Abends wurde dann noch weiter getanzt und gesungen - jedenfalls bis um 22 Uhr, danach wurden die Bürgersteige hochgeklappt..

Die Männer feiern...

die Frauen bereiten Blumengestecke vor...

Der 3. Tag, Sonntag, ist dann der erste und einzige Tag, bei dem Braut und Bräutigam wirklich zusammen sind. Morgens um 8 fuhr der Bräutigam in einem dekorierten Auto, gefolgt von den Gästen auf Mopeds, zum Haus der Braut um diese abzuholen.

Dann fuhr man zurück und der wichtigste Teil der ganzen Hochzeit fand statt – das Austauschen der Ringe. Finn und ich bekamen die wichtige Aufgabe zugeteilt, dass wir jeder ein Tablett mit Gaben für die einzelnen Tische zum Brautpaar tragen mussten – welche (warum auch immer) aus Zigaretten, Sonnenblumenkernen und Bonbons bestanden. Das typische Hochzeitsgeschenk in Vietnam ist (ganz romantisch) Geld, welches in einem Briefumschlag in eine Box gesteckt wird. Finn und ich hatten aber zusätzlich noch ein selbstgemaltes Bild  mitgebracht, worüber die beiden sich auch freuten.

unser wahnsinnig kreativ gestalteter Briefumschlag

Irgendwie wollten die vietnamesischen Mütter auch dauernd, dass wir Fotos mit ihren Kindern machen. Allerdings hatten die meisten Kinder immer panische Angst vor uns und fingen jedes Mal an zu heulen, sobald sie uns sahen (was die Mütter aber trotzdem nicht davon abhielt, sie uns in die Arme zu drücken)


Gegen 12 Uhr war dann das Fest nach einem ausgiebigen Mittagessen auch schon wieder vorbei.
Für uns waren das 3 unglaublich interessante Tage, auch wenn wir am Sonntagabend doch auch froh waren, wieder zu Hause zu sein, weil es auch schon ein bisschen anstrengend ist 3 Tage lang durchgängig im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen und sich ohne Sprachkenntnisse zu verständigen. Die vietnamesische Hochzeitsfeier unterscheidet sich sehr doll von der deutschen, vor allem hatte man den Eindruck, dass es nicht vorrangig um das Hochzeitspaar ging, sondern eigentlich hauptsächlich ums Essen und Reiswein trinken. Da geht es in Deutschland dann doch ein bisschen romantischer zu. Am beeindruckendsten fanden wir aber auch eigentlich, wie unglaublich gastfreundlich alle uns gegenüber waren und wie stark ausgeprägt das Gemeinschaftschaftsgefühl untereinander ist.


Und noch ein paar aus dem Kontext gerissene Fotos:

Weihnachtsstimmung in unserem Apartment & Frühstück mit deutschem Brot & Nutella dank der Überlebens-Päckchen von zu Hause :) Vielen Dank dafür!! (Das Lübecker Marzipan und die Vanillekipferl haben bei uns nicht lange genug überlebt, um für's Foto herzuhalten ;))

Koreanisches Dinner im Restaurant der Eltern einer koreanischen Freundin aus unserem Semester :)

Donnerstag, 05.12.2013

Very Good, Very Good, YEAH²

Da Copyright in Vietnam ja nun wirklich nicht groß geschrieben wird, übernehme ich jetzt einfach mal die Blogüberschrift von Maria (besonders gut gefallen uns die Läden, die sowohl Sachen von Zara, H&M, Esprit als auch von Chanel und Louis Vuitton anbieten…ebenso die zahlreichen Klamotten mit Apple-Logo oder die Original-Burossia Dörtmund-Trikots).

Wir hatten 10 Tage zusammen mit Maria hier und sie hat in dieser Zeit auch so einige vietnamesische Kuriositäten miterlebt.
Zunächst natürlich das ausgeprägte (…nooot) vietnamesische Nachtleben, das um 0 Uhr endet. Letzten Freitag spielten nämlich tatsächlich Bonaparte in Hanoi!!
Ich zitiere Maria: „Es war fast schon die Karikatur eines Hipstertraums. Bonaparte in Hanoi in einer Halle, die früher ein Krematorium war vor etwa 150 Leuten, nahezu alles Nicht-Vietnamesen. Allein die liebevolle Gestaltung des Hintergrundes spricht Bände... Da nur so wenig Leute da waren, ging der offensichtlich relativ zugedröhnte Sänger mehrmals zu den Besuchern und feierte irgendwie sich und alles.“ Zitat-Ende.
Es war jedenfalls ein großartiger Abend!!

und unsere Errungenschaft des Abends - ein Federstaubwedel 


Auch essenstechnisch zeigten wir Maria alles, was Hanoi so zu bieten hat -  inklusive Che, der wunderbaren Glibbersuppe, der sie dann leider einige Stunden später Tribut zollen musste – noch glibbriger und mit noch merkwürdigerer Konsistenz suchte sie sich ihren Weg aus Marias Magen zurück auf die Straße (aber auch das ist ja schon irgendwie ein Must-Do in Vietnam –‚getting sick from street food’ :P) Einen anderen Tag gingen wir ‚Bun Dau Nem Ran’ essen, Tofu mit Frühlingsrollen und Reisnudeln. Und auch hier erlebten wir etwas ur-vietnamesisches – und zwar sind die ganzen Street-Food-Verkäufer theoretisch illegal… aber eben nur theoretisch, es gibt sie trotzdem einfach überall - und immer wieder sieht man auch die Polizisten dort speisen. Aber ab und zu, wie auch an diesem Tage, fährt dann die Polizei auf einem Pick-Up durch die Straßen um dem ganzen Einhalt zu gebieten. Das ganze sieht dann so aus: Zwei böse dreinblickende Polizisten meckern die Verkäufer an, diese tun dann so, als würden sie zusammenpacken, alle die momentan dort essen, setzen ihre Mahlzeit einfach ungerührt fort und machen sich eher über die Polizisten lustig - und sobald die Polizei weitergefahren ist, wird alles wieder ausgepackt und zurückgestellt – sehr effektiv! Als Bestrafung nimmt die Polizei dann noch wahllos einige Plastikstühle (wie böse!!) von 2 der 10 Verkäufer mit und das wars….. Da fragt man sich, wie so oft in diesem Land: Was machen Sachen??


Das Highlight der Kuriositäten erlebten wir dann letzten Montag: Um 6 Uhr morgens(!) waren wir beim Lachyoga am Hoan Kiem See. Hierbei standen wir zusammen mit ca. 50 anderen Vietnamesen (überwiegend in höherem Alter, so um die 60) da und machten seltsame Bewegungen, wie Zunge rausstrecken oder sich gegenseitig auf den Rücken klopfen (ich hatte dabei natürlich wieder Glück und erwischte als Partner einen 70-jährigen vietnamesischen Opi) und immer wieder musste man sich gegenseitig laut anlachen. Das war definitiv eine der verrücktesten (und witzigsten) Sachen, die wir je erlebt haben.


Und natürlich feierten wir auch Finn’s Geburtstag, nicht ganz so exzessiv, wie man es wahrscheinlich in Deutschland getan hätte, aber es war trotzdem schön (außer, dass wir mit den „Wunderkerzen“, die ich zum Anlass gekauft hatte, beinahe die halbe Bude abgefackelt hätten.. - Polenböller sind nichts dagegen!!) So verbrachten wir den Geburstagsabend mit gemeinsamen Essen und spielen, Maria verbachte den Abend als Jenga-Verlierer mit einer schwarzen Nase ;)


Wir machten auch ein paar Ausflüge außerhalb Hanois, die aber irgendwie nicht unsere besten Ideen waren – für den Trip in den Ba Vi-Nationalpark suchten wir uns ausgerechnet den Tag mit dem furchtbarsten Wetter aus („es klart sicher später noch auf“), sodass man nichts von der Landschaft sondern nur Regen und Nebel sah.
Trotzdem waren es sehr lustige 10 Tage und es war auch mal toll, mal jemanden von zu Hause alle Sachen hier zu zeigen.

man sieht es vielleicht nicht so ganz, aber natürlich wurde nur ICH einmal komplett von einem vorbeifahrenden Auto mit Matsch bespritzt -.-

dann noch ein paar Bilder, die den Ba Vi-Nationalpark in seiner vollen strahlenden Schönheit präsentieren

Ausflug nach Bat Trang

auf der Long Bien Brücke in Hanoi

beim Wasserpuppentheater (leider ohne Maria auf Grund von bösartiger Glibbersuppe)

und (darf ja nicht fehlen) auch noch ein Foto von Essen (- einmal unsere vietnamesisch-Koch-Fertigkeiten präsentieren) - tadaaa



Achja, und ein paar (mit viel Liebe zum Detail angerichtete) Cocktails (man sieht es zwar eigentlich auf den ersten Blick, aber ich schreibe trotzdem nochmal dazu, dass es sich hierbei um einen Pina Colada, Sex on the Beach & Long Island Ice Tea handelt) schlechter kann man einen Cocktail wahrscheinlich nicht zubereiten :D (Maik,, wir freuen uns auf deine Surfhostel-Cocktails!!!)

PS: Die Auflösung des Pflanzenrätsels vom letzten Eintrag hat leider niemand richtig erraten, es ist nämlich eine Erdnusspflanze. Aber Jürgens Idee mit den Raupen hat uns am besten gefallen und deshalb geht auch der Reiscracker an ihn ;) Herzlichen Glückwunsch! Du bekommst ihn dann im März.

Dienstag, 26.11.2013

Back to the Roots

Zuallererst ist natürlich zu erwähnen, dass Maria mittlerweile seit Freitag bei uns angekommen ist – aber nicht ganz ohne Schwierigkeiten. Wir haben nämlich für die 10 Tage, die sie uns in Hanoi besucht einen Gefährten für Mr. Jimmy gemietet, ebenso eine Yamaha Nouvo. Da der arme Mr. Jimmy aber im Moment eine kleine Acht im Hinterreifen hat, dachte sich Finn, dass es sicherer wäre, Maria mit dem gemieteten Moped vom Flughafen abzuholen.

Tja, so kann man sich täuschen – nach den ersten paar Metern auf dem Rückweg vom Flughafen gab das Moped mitten auf der Autobahn den Geist auf und in der nächsten Werkstatt wurde es dann erst einmal komplett auseinandergenommen. Letztendlich brauchte Maria länger vom Flughafen zu unserem Apartment, als von Bangkok nach Hanoi! Herzlich Willkommen in Vietnam ;)


Nachdem wir dann auf den Schock zum Abendbrot heimatliche Tortillas gegessen hatten, gab es dann gleich am nächsten Tag die volle vietnamesische Portion: Unsere Freunde Hannah und Kanh (zur Erinnerung: die Rezeptionistin aus unserem Anfangshostel & ihr Freund) hatten uns nämlich von Samstag zu Sonntag  in ihr Heimatdorf  Bac Giang eingeladen, welches ca. 65km von Hanoi gelegen ist. So fuhren wir dann alle zusammen mit dem Moped los und tranken mit der 10-köpfigen Familie von Kanh Tee, danach fuhren wir weiter zu Hannahs Familie, wo es Hot Pot zum Abendbrot gab (eine Art Fondue mit Brühe, in die dann alle möglichen Sachen reingeschmissen werden – Tofu, Fleisch, Gemüse etc.). Fast alle Zutaten hierfür kamen aus eigenem Anbau/Zucht – jegliches Gemüse, die Eier, sowie das Hühner- und Entenfleisch.


Hier hat man dann auf jeden Fall auch gemerkt, dass es doch noch etwas traditioneller auf dem Land zugeht – Als wir fragten, ob wir irgendwas helfen können, antwortete Kanh, dass Finn sitzenbleiben könne, aber Maria und ich ja in die Küche gehen können um die anderen Frauen zu unterstützen. Auch als es dann später um die Getränke ging, wurde Finn sofort Bier angeboten und wir durften uns nur zwischen Red Bull und Cola entscheiden (eins leckerer als das andere). Etwas eigenartig für unsere deutschen Auffassungen von Kindeserziehung war auch, dass auch der 2-jährigen Nichte Red Bull eingeflößt wurde (die später dann auch wie ein Gummiball durch die Gegend hüpfte) und uns dann noch fröhlich erzählt wurde, dass sie auch immer gerne Bier probieren möchte, und dass das vielleicht daran liegt, dass die Mama während der Schwangerschaft so gerne Bier getrunken hat – woraufhin alle herzlich lachten (- bis auf uns drei, die eher etwas geschockt als amüsiert waren ;))
Die nächste Kuriosität des Abends war dann, als Kanhs Eltern zu Hannahs Eltern kamen um über deren anstehende Hochzeit zu diskutieren und zu verhandeln (in Vietnam müssen erst die Eltern ihr Einverständnis geben, bevor geheiratet werden darf – außerdem ziehen die Töchter später immer zu den Eltern des Ehemannes, ums ich um diese zu kümmern. So haben Eltern, die nur Töchter haben, dann einfach Pech gehabt). Jedenfalls saßen wir drei dann etwas irritiert neben den, zB über Hannahs hausfräuliche Fertigkeiten, diskutierenden Eltern auf der Couch.
Später fuhr Finn dann zurück zu Kanhs Familie, um dort mit Kanh in einem Bett zu schlafen. Maria und ich teilten uns ein Bett bei Hannahs Familie (auch völlig normal in Vietnam, dass sich mehrere Personen ein Bett teilen). Hannah schlief zusammen mit ihrem Bruder und ihrer Nichte in einem Bett im selben Raum und einen Raum weiter, der allerdings einen offenen Durchgang hatten, schliefen dann die Eltern.
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Am nächsten Morgen gab es zum Frühstück Pho - eine Suppe mit Reisnudeln, Gewürzen und Kräutern, sowie Hühner- und Entenfleisch. Dann kamen Kanh und Finn und wir schauten uns die umliegenden Gemüse- und Pflanzengärten der Familie an.

Kleine Quizfrage: Wer errät, was von dieser Pflanze einmal geerntet wird, bekommt 'nen Reiscracker ;)

Auf dem Weg zu Hannahs Großmutter - mit Keksen, die auf dem Altar den verstorbenen Verwandten  geopfert werden sollen:

Zum Mittag waren wir dann nochmal bei Kanhs Familie zum Hot Pot-Essen eingeladen. Maria und ich halfen dann natürlich als vorbildliche Hausfrauen bei der Herrichtung des Gemüses und Finn durfte sich die Schweine angucken.


Auch wenn die Art zu Leben und manche Ansichten natürlich sehr ungewohnt für uns sind, war es trotzdem eine interessante Erfahrung. Keiner der Familienangehörigen konnte Englisch oder kannte uns vorher, und trotzdem wurde man unglaublich freundlich & herzlich aufgenommen und empfangen.
Nächste Woche wurden Finn und ich auch noch zur Hochzeit von einem Bruder einer vietnamesischen Freundin in ein Dorf eingeladen, wo wir dann von Donnerstag bis Sonntag bleiben – eine Hochzeit in Vietnam wird über 3 Tage gefeiert. Darauf freuen wir uns jedenfalls auch schon und sind gespannt, was uns dort so alles erwartet ;)

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